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Autorenfoto Reinhard Kuhnert_Credit: privat Cover druckfähigWoher Wozu Wohin
Memoiren eines Doppel-Berliners
Berliner und Grenzgänger, Schauspieler, Schriftsteller und Regisseur, Ausgereister und Rückkehrer. Ein persönliches Buch über Ost und West, Liebe und Verlust, Anpassung und Widerspruch – und über die vielen Leben, die in ein einziges passen ...
Reinhard Kuhnert wird 1945 in Berlin geboren – in eine Stadt, die bald zwei Währungen, zwei politische Systeme und zwei Wahrheiten kennt, aber noch keine undurchlässige Grenze. Er wächst im Osten auf und geht im Westen zur Schule, bis der Mauerbau 1961 seinem bisherigen Leben über Nacht ein Ende setzt. Kuhnert wird Schauspieler, studiert Literatur und macht sich als Dramatiker einen Namen. Seine Lust am Widerspruch und sein Gespür für das Groteske bringen ihn jedoch zunehmend in Konflikt mit den Kulturwächtern der DDR. Inszenierungen und Aufführungen seiner Stücke werden zunehmend be- und verhindert. Schließlich bleibt die Ausreise. Auch im Westen ist er nicht einfach angekommen: Wer gelernt hat, Autoritäten zu misstrauen, hört damit an der Grenze nicht plötzlich auf. Und da ist die Liebe. Eine Beziehung zu einer jungen Frau aus Westdeutschland zerbricht zunächst an der Mauer. Jahrzehnte später kreuzen sich ihre Lebenswege erneut – und führen Kuhnert schließlich nach Irland und wieder zurück nach Berlin.
Diese Erinnerungen erzählen deutsche Nachkriegsgeschichte aus der Perspektive eines Mannes, dessen Leben immer wieder von politischen Grenzen durchkreuzt wurde – und der sich dennoch nie auf eine einzige Rolle festlegen ließ: Berliner und Grenzgänger, Schauspieler, Schriftsteller und Regisseur, Ausgereister und Rückkehrer. Eingestreut sind einige seiner Prosatexte, Dialoge und Liedertexte, sie ergänzen die biografische Erzählung des bekannten Künstlers.
Reinhard Kuhnert
Reinhard Kuhnert, 1945 in Berlin geboren, studierte nach dem Abitur und einer Ausbildung zum Industriekaufmann an der Theaterhochschule und am Literaturinstitut Leipzig. Als Theaterautor arbeitete er zunächst erfolgreich in Ost-Berlin, geriet jedoch zunehmend in Konflikt mit den kulturpolitischen Instanzen der DDR. 1985 wurde er aus dem Schriftstellerverband der DDR ausgeschlossen und übersiedelte nach West-Berlin. Von 1994 bis 2007 lebte er überwiegend in Irland und war Gastdozent für Theater an der Universität Galway. 2006 lehrte er als Gastdozent an der Universität und am Victorian College of the Arts in Melbourne. 1999 wurde Reinhard Kuhnert mit dem Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin ausgezeichnet.
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