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Autorenfoto Paul Schreiter_Credit: privat Cover druckfähigFnès
Roman
Ein rätselhafter Anruf, ein entgleitendes Bewusstsein und ein absurdes Spiel aus Gefahr, Zufall und Wirklichkeit: Mit seinem literarischen Debüt entführt Paul Schreiter in einen hypnotischen Roman über Identität, Wahrnehmung und die Frage, was bleibt, wenn die Welt plötzlich ihre Regeln verliert ...
Schilf lebt von etwas, das er selbst nicht ganz ernst nimmt: Er handelt mit Geld, das ihm egal ist, für Menschen, die ihm egal sind. Dafür hat er ein eigenes System entwickelt, die Methode Jon: Spenden, um das Gewissen zu beruhigen. Spielen, um alles wieder zu zerstören. Dazwischen: Lorazepam, Schlafl osigkeit und ein Bewusstsein, das sich immer wieder aus sich selbst herauslöst. Gedanken, die sich überschlagen, zerfallen, neu zusammensetzen. Ein Ich, das nicht zuverlässig anwesend ist. Dann ein Anruf ohne Ursprung. Eine Stimme, die zu viel weiß. Ein Mädchen im Aufzug, das nicht dorthin gehört. Plötzlich wird er Teil eines ebenso absurden wie gefährlichen Coups und fi ndet sich mit einer Gruppe Fremder – Kriminellen, einem Künstlerpaar und zwei Fassadenreinigern – auf einem abgelegenen toskanischen Bauernhof wieder. Was zunächst wie eine zufällige Störung des Systems wirkt, verschiebt allmählich die Ordnung der Dinge. Seine Wahrnehmung wird instabil. Zeit verliert ihre Richtung. Realität beginnt, ineinander zu kippen. Und Schilf steht plötzlich im Zentrum einer Welt, die sich selbst beobachtet.
Paul Schreiter
Paul Schreiter, geboren 1989 in Hamburg, lebt und arbeitet in Schleswig-Holstein. Nach seinem Studium am Prins Claus Conservatorium in den Niederlanden sowie an der Norges Musikkhøgskole in Oslo, wo er einen Master in Jazz und Improvisation absolvierte, ist er heute als freischaffender Musiker tätig. Die Auseinandersetzung mit Kunst in ihren unterschiedlichen Ausdrucksformen begleitet ihn seit vielen Jahren. Das Verständnis von Sprache als Klang und rhythmische Struktur sowie von Text als musikalische Komposition führte ihn schließlich zum Schreiben. Mit Fnès legt er seinen literarischen Debütroman vor.
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